Im folgenden Bericht möchten wir Personen und Gruppen vorstellen, die einen Glaubenskurs besucht haben oder in einen Hauskreis bzw. Bibelgesprächkreis gehen.
Frau Dudzik besucht schon seit mehreren Jahren zwei Hauskreise, in die sie von Gemeindegliedern eingeladen worden war. Sie hat gute Erfahrungen gemacht und möchte deshalb gerne davon erzählen und andere damit auch ermutigen, sich an Haus- oder Gesprächskreise anzuschließen.
„Es tut einfach gut zu wissen, dass es in der Gemeinde Menschen gibt, die sich dafür interessieren, wie es mir geht. Ich kann im Hauskreis und auch zwischendurch mit ihnen reden, und sie begleiten mich, auch wenn es mir mal nicht zu gut geht, z.B. mit einem Anruf oder einer Karte. Wertvoll ist für mich auch, dass die anderen für mich beten und ich so weiß, dass ich nicht allein bin, auch wenn ich mal nicht zum Kreis kommen kann. Das gemeinsame Bibellesen und Reden über Glaubensthemen hilft mir viel. Man kommt so über viele Dinge ins Nachdenken, auf die man allein nicht gekommen wäre oder, wo man allein zu Hause manchmal auch überfordert wäre.
Mit den Jahren ist im Hauskreis eine richtige Freundschaft entstanden. Es sind aber auch immer wieder Frauen dazugekommen und wurden herzlich aufgenommen. Ich kann jede(n) nur ermutigen, einen Hauskreis zu besuchen, weil wir alle gute Erfahrungen machen - miteinander und mit uns selbst. Man kann in einer so kleinen Gruppe auch lernen Hemmungen abzubauen, sich zu trauen, eine Frage zu stellen oder seine Meinung zu äußern. Und ich finde es klasse, dass es Menschen in der Gemeinde gibt, die viel Zeit und Ideen einsetzen, um die Treffen vorzubereiten."
Jeden Donnerstagabend, um 20.00 Uhr, treffen wir uns zu einem Bibelgesprächskreis im Gemeindehaus. Wir beschäftigen uns dann mit dem Predigttext für den kommenden Sonntag, den wir miteinander lesen. In einer stillen Zeit, kann jeder für sich herausfinden: was ermutigt und erfreut mich an dem Text, wo habe ich Schwierigkeiten beim Verstehen, was spricht mich in meiner jetzigen Lebenslage besonders an. Im anschließenden Gespräch kann jeder seine Gedanken und Erfahrungen, und seine Fragen anbringen.
Durch das gemeinsame Lesen in der Bibel und das darüber Nachdenken haben wir in vielen Jahren eine Bereicherung erfahren. Der Austausch mit anderen hilft uns, wenn wir etwas nicht verstehen. Wir lernen Gottes Wort kennen und können daraus Kraft für den Alltag schöpfen. Wir merken, die Aussagen der Bibel über Gott und Jesus Christus sind nicht nur Geschichten aus alten Zeiten, sondern sie haben ganz konkret etwas mit unserem Leben zu tun. Wir staunen, was die Botschaft mit uns macht, wenn wir uns für sie öffnen und sie in unseren Alltag hineinnehmen. Wir erleben, wie ein bestimmtes Wort in eine Lebenssituation hineinspricht, ermutigend, tröstend, aber auch fordernd und zurechtbringend. So wird Gottes Wort zu einem Wort des Lebens, das uns hilft im Vertrauen auf Gott unser Leben zu gestalten.
Wir sind ein offener Kreis zu dem jeder kommen kann, der offen ist für Gottes Wort und mehr über Gott und Jesus Christus wissen will und was das alles mit dem eigenen Leben zu tun hat. Die Bibel als Quelle der Hoffnung zu entdecken, ist Sinn und Anliegen unseres Bibelgesprächskreises. Darum möchten wir zu diesen Abendgesprächen über den Glauben herzlich einladen.
Als ich vor ca. einem Jahr von einem Bekannten gefragt wurde: „Ihr geht in den Hauskreis - ist das so eine Art Mieterversammlung?", da habe ich ihm zuerst einmal erklärt, dass wir uns einmal wöchentlich treffen, um gemeinsam in der Bibel zu lesen. Aber eigentlich wird dies unserem Hauskreis überhaupt nicht gerecht, es ist vielmehr als das: Bevor wir mit der eigentlichen Bibelarbeit beginnen, nehmen wir uns ca. eine Viertelstunde Zeit, um „anzukommen", danach singen wir gemeinsam Lob- und Anbetungslieder, um dann mit einem Gebet in den Bibeltext einzusteigen. Derzeit beschäftigen wir uns mit David, zuvor haben wir uns z.B. über den Römerbrief und das Johannesevangelium, aber auch über theologische Bücher ausgetauscht. Nach dem Lesen des Bibeltextes, helfen wir einander, Gottes Wort zu verstehen, denken gemeinsam darüber nach und versuchen daraus, Hilfestellungen und Wegweisung für unseren Alltag mitzunehmen. Den Abend beschließen wir mit einem Gebet, bringen Lob und Dank und gegenseitige Fürbitte vor Gott.
Auch persönliche Freuden, Nöte und Sorgen aus der Familie können wir miteinander teilen - von kleinen Alltagsdingen bis hin zu Geburten, Eheschließung, aber auch Krankheit und Tod.
Unser Hauskreis besteht seit 1997, damals noch aus drei Ehepaaren, die alle schon länger im Glauben stehen. Wir kamen über die Zelttage (2001) und den darauf folgenden Glaubensgrundkurs dazu und wurden sehr offen und herzlich aufgenommen. In der jetzigen Besetzung mit fünf Ehepaaren kommen wir seit Sommer 2003 zusammen.
Unsere Gemeinschaft ist seitdem stetig gewachsen, einmal im Jahr gönnen wir uns mit der ganzen Familie ein Hauskreiswochenende, um auch die Verbundenheit untereinander weiterhin zu stärken. Außerdem nehmen wir auch gerne an Aktionen innerhalb der Gemeinde teil, wie z.B. der Allianz Gebetswoche, bei der wir einen Abend mitgestaltet haben.
Für mich ist der wöchentliche Hauskreis ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, mich auf Gottes Wort konzentrieren zu können und vom Wissen und den Glaubenserfahrungen meiner "Mithauskreisler" zu profitieren. Durch diese Gemeinschaft, das gegenseitige Mittragen von Freunden und Sorgen können wir im Glauben wachsen und reifen und gestärkt und ermutigt in den Alltag zurückkehren.