Konfirmation

Was bedeutet Konfirmation?

Konfirmation kommt vom Lateinischen „confirmare“, „befestigen, festmachen“ und meint die nachträgliche Bestätigung der eigenen (Säuglings-)Taufe. Wer als Säugling oder Kleinkind getauft wird, kann noch nicht selbständig sein Ja dazu sagen. Dies übernehmen stellvertretend Eltern und Paten. Deshalb dient der Konfirmandenunterricht als nachgeholter Taufunterricht, an dessen Ende die Konfirmation steht, also die bewusste eigene Entscheidung, mit der damaligen Taufe einverstanden zu sein und sein Leben unter der Führung Jesu Christi zu gestalten.

Ich will mein Kind konfirmieren lassen. Was muss ich tun?

Zunächst einmal: Fragen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter! Ihr Kind ist die Hauptperson und soll damit einverstanden sein, den Konfirmandenunterricht zu besuchen. Üblicherweise erhalten wir vom landeskirchlichen Rechenzentrum eine Liste mit den in Frage kommenden Personen. Es gibt aber immer wieder Kinder, die nicht in der Liste erfasst sind. Deshalb laden wir Sie ein, sich im Gemeindebüro zu melden, wenn Ihr Kind zum Unterricht angemeldet werden soll.

Ab wann kann mein Kind am Konfirmandenunterricht teilnehmen?

In der Regel wenn es die 7. Klasse besucht und das 13. Lebensjahr vollendet hat. Ausnahmen sind möglich. Den Jugendlichen ist oft daran gelegen, den Konfirmandenunterricht möglichst mit den Klassenkameraden zu besuchen.

Mein Kind ist noch nicht getauft. Kann es trotzdem am Unterricht teilnehmen?

Natürlich. Für diese Jugendlichen ist der Konfirmandenunterricht echter Taufunterricht, der zur Taufe hinführt. Die Taufe findet dann im Konfirmationsgottesdienst, oder in einem Gottesdienst davor, statt. Wichtig ist hierbei, dass der Betreffende nicht konfirmiert wird, da er ja bereits öffentlich seinen Willen bekundet hat, getauft zu werden. Die Einsegnung erfolgt mit den Konfirmanden.

Und das Konfirmandenabendmahl?

Früher erhielt man erst mit dem Konfirmandenabendmahl die offizielle vollgültige Eingliederung in die Gemeinde. Das hat sich geändert. Zum einen können schon Kinder am Abendmahl teilnehmen. Zum andern hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass gerade Jugendliche unverzichtbarer Bestandteil einer Kirchengemeinde sind und sich ernstgenommen wissen sollen. Unser Kirchengemeinderat hat daher beschlossen, dass die Jugendlichen schon vor dem Konfirmandenabendmahl an den sonntäglichen Abendmahlsfeiern der Gemeinde teilnehmen dürfen, wenn das Thema „Abendmahl“ im Unterricht oder auf der Freizeit behandelt wurde. Dadurch soll die Hemmschwelle, zum Abendmahl zu gehen, verringert werden. Außerdem haben die Jugendlichen dadurch die Gelegenheit, das Abendmahl in seinen vielfältigen Bezügen besser kennenzulernen.

Auswendiglernen?

Das ist nicht abgeschafft, ist vom Umfang her jedoch deutlich reduziert gegenüber früher. Die Jugendlichen sollen die „Basics“ des christlichen Glaubens im Kopf haben. Doch mindestens ebenso wichtig ist das Einbringen von Fragen und die vertiefte inhaltliche Beschäftigung mit dem Glauben, der Bibel und dadurch mit – Gott!

Wann findet der Konfirmandenunterricht statt?

In der Evangelischen Kirchengemeinde Sielmingen startet der Konfirmandenunterricht im April/Mai und endet mit der Konfirmation im März/April des Folgejahres. Der Konfirmandenunterricht findet mittwochnachmittags statt. Normalerweise in zwei Gruppen, eine um 14.30 Uhr und eine um 16.15 Uhr. Der normale Konfirmandenunterricht wird zusätzlich immer wieder von verschiedenen Aktionen und Projekten ergänzt. Wie z. B. dem Konfi-Camp im Sommer, dem Gemeindepraktikum im Herbst, den Konfi-Samstagen im Herbst und Frühjahr, den Besuchen bei den Konfi-Partnern und der Konfi-Freizeit nach den Konfirmationen.