Osterweg Station 1: Abendmahl - für Erwachsene

Bibeltext: Matthäus 26, 17- 29

17Es war der erste Tag vom Fest der ungesäuerten Brote. Da kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo sollen wir das Passamahl für dich vorbereiten?« 18Jesus antwortete: »Geht in die Stadt zu einem Mann, den ich euch nenne. Richtet ihm aus: ›Der Lehrer lässt dir sagen: Die Zeit, die Gott für mich bestimmt hat, ist da. Ich will bei dir das Passamahl feiern – zusammen mit meinen Jüngern.‹« 19Die Jünger machten alles so, wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte. Und sie bereiteten das Passamahl vor.
 20Als es Abend geworden war, ließ sich Jesus mit den zwölf Jüngern zum Essen nieder. 21Während sie aßen, sagte er zu ihnen: »Amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.« 22Die Jünger waren tief betroffen. Jeder Einzelne von ihnen fragte Jesus: »Doch nicht etwa ich, Herr?« 23Jesus antwortete: »Der sein Brot mit mir in die Schale taucht, der wird mich verraten. 24Der Menschensohn muss sterben. So ist es in der Heiligen Schrift angekündigt. Aber wehe dem Menschen, der den Menschensohn verrät. Er wäre besser nie geboren worden!« 25Da sagte Judas, der ihn verraten wollte, zu Jesus: »Doch nicht etwa ich, Rabbi? «Jesus antwortete: »Du sagst es!« 26Beim Essen nahm Jesus ein Brot. Er lobte Gott und dankte ihm dafür. Dann brach er das Brot in Stücke und gab es seinen Jüngern. Er sagte: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.« 27Dann nahm er den Becher. Er dankte Gott, gab ihn seinen Jüngern und sagte: »Trinkt alle daraus! 28Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt. Mein Blut wird für die vielen vergossen werden zur Vergebung ihrer Sünden. 29Das sage ich euch: Ich werde von jetzt ab keinen Wein mehr trinken – bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinken werde. Das wird geschehen, wenn mein Vater sein Reich vollendet hat.«

Impuls: Vorbereitung

Wie jedes große Ereignis, beginnt auch die Ostergeschichte mit einer Vorbereitung. Jesus bereitet am sogenannten „letzten Abendmahl“, seine Jünger auf das nun Kommende vor. Er weiß, seine Zeit auf Erden (unter uns Menschen), neigt sich dem Ende zu. Es kommt zum Showdown zwischen „Gut“ (Gott – Quelle des Lebens) und „Böse“ (Satan – lebensfeindliche Mächte). Der härteste und für ihn sicherlich schwierigste Weg, seiner Zeit/Mission auf Erden, steht unmittelbar bevor. Davor nimmt er sich noch einmal bewusst Zeit mit seinen Jüngern. Er gibt ihnen mit einfachen Zeichen und Bedeutungen, Hinweise auf das nun Bevorstehende (siehe Mt. 26, 26-28). Jesus macht hierbei eine alltägliche Mahlzeit besonders und gibt seinen Jüngern (und auch uns heute) einfache und nachvollziehbare Vergleiche mit. (Brot = Jesu Leib; Wein/Traubensaft = Jesu Blut). Da wir die ganze Ostergeschichte bis zum Ende kennen, verstehen wir die Bedeutungen sicherlich leichter als die Jünger damals. Das Abendmahl wird seit diesem Zeitpunkt immer als Zeichen des Bundes von Jesus mit uns Menschen gefeiert. Durch das Brechen und Essen des Brotes und das Trinken des Weins/Traubensafts erfahren wir physisch, dass Jesus den Weg ans Kreuz bewusst für uns gegangen ist, um eine Verbindung/Bund mit uns aufzubauen.
Jesus hat also damals seinen Jüngern (und auch uns heute), körperlich gezeigt, dass er mit uns zusammen sein möchte (einen Bund eingehen möchte). Durch das Trinken und Essen nehmen wir Jesus ganz praktisch und vorstellbar „in uns auf“! Jesus ist damit ein Teil von uns. Wir sind vereint mit Jesus!
Hintergrund: Wir kennen viele Bünde wie z.B. den Ehebund. Durch den Ring am Finger erkennt jeder, dass der Mann oder die Frau verheiratet ist. Jesus gibt uns durch das Abendmahl ebenfalls ein solches Zeichen. Durch das Essen „seines Leibes“ und durch das Trinken „seines Blutes“ mit ihm, verdeutlicht er uns, dass er mit uns vereint ist (einen Bund eingeht). Wir sind mit Jesus verbündet und wissen, dass wir zu ihm gehören. Das ist doch ein echter Trost, wenn es aufgrund von Corona oder anderen Widrigkeiten des Lebens, manchmal trostlos in unserem Inneren aussieht. Durch das Abendmahl können wir uns an den Bund mit Jesus erinnern und mutig in die Zukunft blicken.

Für DICH:

Wie bereitest Du Dich auf schwierige Zeiten/Entscheidungen vor? Bist Du Dir der Gegenwart Gottes und seinem Bund, den er mit Dir eingehen möchte oder schon eingegangen ist, bewusst?
Nimm Dir z.B. bei einem Lobpreislied Zeit darüber nachzudenken. Nimm Dir das nächste Mal, wenn Du vor einer schwierigen Aufgabe stehst, bewusst Zeit und iss ein Stück Brot und trink einen Schluck … Verdeutliche Dir, dass Du nicht alleine bist, da Jesus einen Bund mit Dir eingehen möchte/eingegangen ist ...

Hinweis: Zu einem Bund gehören immer zwei. Wenn Du einen Bund mit Jesus eingehen möchtest, kannst Du Ihm dies ganz einfach sagen. Ein einfaches „Jesus, ich möchte mit Dir zusammen sein und einen Bund eingehen“ genügt. Dafür sind keine besonderen Rituale oder Zeiten notwendig, sondern nur die Bereitschaft in deinem Herzen, Jesus einen Platz in Dir zu geben. Jesus hat an Ostern seine Bereitschaft für einen Bund mit Dir bereits signalisiert…

Die Stationen

  1. Abendmahl (Erwachsene / Kinder)
  2. Verrat (Erwachsene / Kinder)
  3. Gefangennahme (Erwachsene / Kinder)
  4. Verleugnung (Erwachsene / Kinder)
  5. Verurteilung (Erwachsene / Kinder)
  6. Kreuzigung (Erwachsene / Kinder)
  7. Tod/Trauer (Erwachsene / Kinder)
  8. Auferstehung (Erwachsene / Kinder)

Der Weg zum Nachlaufen

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